Gollum (Herr der Ringe) trifft auf Jules (Pulp Fiction). Klar, daß es nur um einen Koffer mit wertvollem Inhalt gehen kann…
(„Kinodialog“, produziert für eldoradio*. Gesendet im April 2008. Autor: Alex Wahl.)
Gollum (Herr der Ringe) trifft auf Jules (Pulp Fiction). Klar, daß es nur um einen Koffer mit wertvollem Inhalt gehen kann…
(„Kinodialog“, produziert für eldoradio*. Gesendet im April 2008. Autor: Alex Wahl.)

Nach etwas mehr als einem Jahr meldet sich Chris Clark mit der 4-Track-EP „Throttle Promoter“ auf Warp zurück, die schon mal Appetit aufs neue Album „Turning Dragon“ machen soll.
Clarks Sound ist Electronica der härteren Gangart: Düstere, ätherische Flächen und schräge kleine Melodien breiten sich in großen Hallräumen aus, durch die brachiale und kleinteilig konstruierte Pluckerbeats jagen – Es glitcht und pleept und springt Dich an. Eine raue, harte Musik, voller Industrialanleihen und Dunkelheit, aber auch vielschichtig und bisweilen verträumt. Eine ästethische Nähe zu Aphex Twin ist nicht zu überhören (und wohl der Aufhänger für jede Clark-Review so far…).
Unsere Zukunftsmusik, der Track „Dirty Pixie“, ist in Sachen Härte denn auch das Maximum der EP: Ein klassisches Techno-Thema wird auf 150 BPM getrieben, dreimal durchs Effektrack gejagt und mit Synth-Persussions aus der Hölle bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt und zerhämmert. Heavy, heavy shit… Jungsmusik irgendwie.
Die EP „Throttle Promoter“ ist bereits auf Warp erschienen.
Die LP „Turning Dragon“ erscheint am 28. Januar auf Warp
MySpace: http://www.myspace.com/throttleclark
Label: http://www.warprecords.com/
(Alex Wahl für eldoradio*: Zukunftsmusik, KW4/2008)
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Die Ohrbooten aus Berlin sind Deutschlands heißeste Kombo in Sachen Gyp-Hop. Was das ist, was das soll und wie es sich damit lebt, erzählten Sänger Ben und Gitarrist Matze vor ihrem Konzert im Dortmunder fzw am 04.11.07.
Beitrag von Alex Wahl für eldoradio*.
Die Frankfurter Eastenders stehen für Gobal Beats, für die Verschmelzung „westlicher“ Clubsounds mit traditioneller Musik aus aller Welt. Sie auf das Phänomen „Balkanbeats“ zu reduzieren, wird ihrer Vielfalt dabei auf keinen Fall gerecht Weiterlesen »
(Blue Esquire Records/Soulfire Artists/Rough Trade – 2007)
Ein Feuerwerk! Nix anderes zündet die Anger Management League hier mit einer irre energiegeladenen Mischung aus Ska, Rockabilly und Jazz. Handwerklich perfekt und im schnieken Vintagesound klingt das sehr erwachsen und ausgereift und bleibt trotzdem schön überschwänglich. Verwunderlich ist das nicht, steckt doch hinter dem Zauber Dr. Deadlock, der Frontmann der Münchener Ska-Urgesteine Bluekilla. Der bringt mehr als 20 Jahre Ska-Erfahrung ein – man hört es und hört es gerne.
Absolute Empfehlung für alle Ska-Cats!
(Alex Wahl für mkzwo.de)

Ultramagnetic MC’s
“The Best Kept Secret“
DMAFT Records (2007)
Wenn der Name „Ultramagnetic MC’s“ fällt, haben viele unweigerlich „Ego Trippin“ im Ohr, jene Übernummer, mit der die Ultra’s 1986 die HipHop-Welt aufräumten- und die heute noch auf jeder besseren Party funktioniert. Mit der LP „Critical Beatdown“ haben die New Yorker Jungs um Kool Keith und Ced Gee dann zwei Jahre später einen absoluten Klassiker platziert, der in Sachen Rap-Flow und Beat-Produktion damals so weit vorne war wie Astronauten-Essen.
Etwa zehn Longplayer, einen Sell-Out, die Bandauflösung und Kool Keith’s unzählige Soloprojekte später lässt die Nachricht einer angeblichen Re-Union der Ultramagnetischen Vorfreude aufkommen. Und jetzt, über fünf Jahre nach dem letzten gemeinsamen Lebenszeichen, ist sie endlich da, die neue Platte:
The Best Kept Secret.
Den Hörer erwarten vierzehn teils sperrige Tracks, die mitunter sehr an Kool Keiths Solo-Sound erinnern – was nicht jedem alten Fan entgegenkommen dürfte. Die meist minimalistischen Beats mit sparsamen Sample-Sprenklern und digitalen Synthesizer-Wolken lassen viel Raum für die Raps, die gewohnt abgedreht und pornolastig ausfallen. Soulig und funky wird das ganze nur in seltenen Momenten – das hier ist Rap für Leute, die Rap mögen. Und nicht wirklich innovativ, aber da haben sich die Herren nun wirklich schon ihre Sporen verdient.
Anspieltipps: Das majestätische „The Plaques“ und der Club-Banger „Delta 2006“, da zeigen die Magneten, was noch möglich ist.
(Alex Wahl für mkzwo.de)